Sanitätsdienstausbildung

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bietet eine einheitliche Sanitätsausbildung im Umfang von (mindestens) 48 Unterrichtsstunden zuzüglich Prüfungsdauer an. Ein derart ausgebildetes Mitglied darf nach vollendetem 16. Lebensjahr die Bezeichnung „Sanitäter“ führen. Mit weiteren Lehrgängen aus dem Grundausbildungsprogramm (z.B. Grundlagen der Betreuung) wird sie auch allgemein als „Einsatzkraft“ bezeichnet. Es gibt zahlreiche weiterführende und spezialisierende Fachausbildungen. In einigen Rotkreuz-Gemeinschaften (z.B. Wasserwacht) gibt es zusätzliche Ausbildungskurse wie zum Beispiel die für Rettungsschwimmer. Bis 2010 wurde die Sanitätsausbildung des DRK in drei Teilen A, B („Sanitätshelfer“; je 24 Unterrichtsstunden) und C (32 Unterrichtseinheiten Fachausbildung z.B. für den Zivil- und Katastrophenschutz) vorgenommen, für die Überleitung bereits ausgebildeter Helfer gibt es Anerkennungsregelungen. Mit der Einführung der aktuellen Ausbildungsordnung ab dem Jahr 2011[3] und des zugehörigen Leitfadens wurden die Ausbildungsinhalte angepasst sowie didaktisch aufbereitet. Dazu gehört - wie auch bei den meisten anderen Organisationen - z.B. die Verwendung eines AED sowie des Larynxtubus und der Wegfall von vielen theoretischen Grundlagen zu Gunsten von mehr Praxisübungen. Zudem wurde eine Fortbildungspflicht von mindestens 16 Unterrichtseinheiten innerhalb von zwei Jahren vorgegeben.