Hochwasserettung

Der Hochwasser Rettungszug - Gefahrenabwehr in Extremsituationen

Wasserretter in einem stabilen Aluminiumboot, gesichert an einer Seilfähre als Sicherungs-Posten in einem Fluß.

Das Rote Kreuz hilft Menschen, die durch Katastrophen in Not geraten sind. Ob Erbeben, Hungersnot, Flüchtlingsströme oder Überschwemmungen – eine Katastrophe hat viele Gesichter.

Die Wasserwacht als Gemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes hat deshalb Katastrophenschutzeinheiten in Form von Wasserrettungszügen aufgestellt. Der Wasserrettungszug ist Bestandteil des komplexen Hilfeleistungssystems des Deutschen Roten Kreuzes und leistet Hilfe bei Naturkatastrophen und bei Unglücksfällen sowie bei hierdurch hervorgerufenen Notständen.

Ein Wasserrettungszug setzt sich aus der Zugführung mit Zugtrupp, sowie zwei Wasserrettungsgruppen bestehend aus je einem Boots- und Tauchtrupp zusammen. Insgesamt stehen pro Zug 28 ehrenamtliche, freiwillige, professionelle Männer und Frauen rund um die Uhr, Tag für Tag, Jahr für Jahr zur Verfügung. Zusammen mit den Luftrettern der Wasserwacht und den Wasserrettungseinheiten vor Ort kann somit eine effiziente Hilfe für die Bevölkerung und Unterstützung der eingesetzten Kräfte vor Ort erfolgen.

Mögliche Aufgabenfelder dieser Katastrophenschutzeinheit können sein:

  • Rettung bzw. Evakuierung von Menschen und Tieren aus von Hochwasserlagen bedrohten Gebieten oder Insellagen mittels entsprechender Boote

  • Sicherung von Einsatzkräften an Einsatzstellen am und im Wasser

  • Versorgung der Bevölkerung in überschwemmten Gebieten (Lebensmittel, Getränke, Arznei, Futtermittel für Tiere)

  • Erfassungs-, Erkundungs- und Meldeaufgaben in Überschwemmungsgebieten für Behörden

  • Mitarbeit bei der Deichverteidigung, vor allem durch Taucharbeiten sowie Zubringen von Arbeitsmaterial über Wasser

  • Transport von Rettungsdienstbesatzungen, Notärzten, Pflegepersonal oder Patienten in Überschwemmungsgebieten

  • Unterstützung bei Umweltschutzmaßnahmen und Mithilfe zur Ölschadensbekämpfung, z.B. Taucharbeiten bei Heizölaustritt in überschwemmten Gebäuden, sonstige Bootseinsätze

  • Unterstützung der Feuerwehr bei Transportaufgaben, z.B. Löschgerät ins Überschwemmungsgebiet, Ausbringen von Ölsperren

  • Bergung von Tierkadavern oder gefährlichem Treibmaterial

  • Zur Unterstützung der Polizei

  • Technische Hilfe für Versorgungsbetriebe (Strom, Gas, Wasser)

  • Sicherstellung (Abtransport zu Sammelstellen) von lebenswichtigen Gütern, Wertgegenständen, Kulturgütern

  • Fährbetrieb zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit von Betrieben oder Schulen

Fahrzeuge des Hochwasserrettungszug Schwaben bei einer Übung.

Für Personal und Material gibt es einheitliche Mindestvorgaben anhand eines Stärke- und Ausstattungsnachweises (STAN). Somit kann gewährleistet werden, dass auch von verschiedenen Wasserwacht Landesverbänden zusammengefügte Wasserrettungszüge über die notwendige Mindestausstattung verfügen. Das alles muss auch finanziert und unterhalten werden, mit einer Spende können Sie mithelfen – aus Liebe zum Menschen.

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